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Campingtour zum Mözener See von Axel Rodeike


Samstag, 14. Juli 2007. Um 9:31 Uhr kam in Elmshorn der Zug mit Jan an, von wo aus wir auch gleich auf dem direkten Weg nach Barmstedt starteten. Dort haben wir dann erst mal auf die Karte geguckt, wie wir am besten fahren. Geplant war das ganze ja von Hörnerkirchen aus, doch da Peter ja nicht mitkommen konnte, fuhren wir ab Elmshorn. Das war für uns beide günstiger, denn in Elmshorn sind die Bahnverbindungen für Jan günstiger und ich komme aus Elmshorn. So wählten wir eine Strecke, nach der wir bei Lentföhrden auf die ursprünglich geplante stießen. Hinter dem Barmstedter Bahnhof die Straße bis zur Rechtskurve und da schräg rüber einen Spurweg entlang bis zur Straße nach Heidmoor. Der Spurweg war sehr gut zu fahren, begleitet von einer traumhaften Landschaft. Dort rechts, und gleich wieder links nach Lentföhrden. Direkt hinter Lentföhrden machten wir an einem Rastplatz im Gehölz eine kleine Honigmelonenpause, die bis morgen nicht mehr gehalten hätte.

Honigmelonenpause bei Lentförden

Gleich geht es weiter

Weiter nach Schmalfeld und die Hotelgaststätte gesucht und gefunden, wo wir uns mit einer Nordsee -Scholle und den üblichen Beilagen die Energietanks wieder auffüllten. Wofür eigentlich? Wir hatten doch hauptsächlich Rückenwind und auch viel Zeit, denn von Elmshorn aus ermittelten wir ca. 60 km. So ließen wir uns ganz gemütlich treiben und haben ein wenig mitgetreten. 

Pandimesionale Eule

Weiter die Route über Bentfurt, Hartenholm, Voßhöhlen, Todesfelde und Bark an die B 206. Dort rechts ab und dann der Ausschilderung zum Campingplatz gefolgt. Plötzlich ging es ganz gewaltig auf und ab und wir erblickten über und unter uns Zelte und Wohnwagen. Dann sahen wir die roten Backsteingebäude, die die Sanitären Anlagen beinhalten. Dort gegenüber ist die Rezeption, ein Imbiss, eine Kneipe, ein Kiosk und ein Cafe. In der Rezeption war gerade ein langes Gespräch mit künftigen Dauercampern, dass uns ein Platzwart erst mal gezeigt hat, wo wir unsere Zelte aufbauen können. Nach Kompass sind die ersten Sonnenstrahlen morgen früh die unseren. Ich hatte auch noch eine eifrige kleine Hilfe. Der kam mit seinem Kettcar angefahren und fragte mich, ob ich auf meinem Fahrrad auch gut sitzen kann. Ich sah zu ihm herüber, und antwortete: "Ich sitze darauf genauso, wie du jetzt, nur dass ich meine Arme hängen lass, weil mein Lenker unterm Sitz ist". Als die Zelte standen, gingen wir uns anmelden. 9,30 Euro pro Person/ Nacht. Für Gruppen kostet's ab 10 Personen 5,50 Euro. Angeboten wird auch Frühstück. Der Platz ist auch schon mehrfach vom ADAC ausgezeichnet worden. Dann das wichtigste: Die WC's sind sauber, Haken für Jacke sind vorhanden und Klopapier ebenfalls. Händewaschen mit kaltem Wasser. In den Räumlichkeiten Duschen/ Waschen kann man sich auch mit 20 Cent ein wenig warmes Wasser gönnen. Einen Spaziergang an den See.

Der See sieht aus wie die Wiese

Pseudostrand - zu klein für coole Beachpartys  ;-)

Badestelle ja. Strand nein. Ein bisschen das Ufergestrüpp gerodet und ein Haufen Sand hingekippt. Dazu das Warnschild, dass der Mözener See mit Blaualgen belastet ist.

Warnschild

Wenn man im Knietiefen Wasser die Füße nicht mehr sieht, wird’s bedrohlich. Das Wasser war aber schon wesentlich trüber. Es war aber ein sehr großer Nichtschwimmerbereich gekennzeichnet. Die Liegewiese davor soll laut einem Schild gebührenpflichtig sein. In eine Richtung ist die Liegewiese mit dem Spielplatz begrenzt durch eine Einzäunung. Privatgelände der "Wassersportfreunde Wittenborn". Das ganze gehörte aber gar nicht zum Campingplatz, sondern war eine öffentliche Badestelle der Gemeinde Wittenborn. Noch in Erfahrung gebracht: Um den See einmal rum sind das ungefähr 9 km und die Wanderwege führen da aber nicht längs. Also dann den Campingplatz in seiner vollen Ausdehnung beäugt. Das Talgebiet unterhalb der Steingebäude ist vielleicht höchstens die Hälfte. Hinter den Gebäuden, immer "Richtung bergauf" ist auch eine kleine Zelt-Wohnwagenstadt aufgebaut, die ihre letzen Ausläufer mitten im Gehölz hat.

Campingplatzimpression

Campingplatzimpression

Sieht alles richtig abenteuerlich und ein wenig spießig aus. Wohl wegen der vielen Gartenzwerge. An diesem Abend war "Bergfest". So richtig mit Musik, Lichtorgel, Würstchen und Bier. Die scheinen hier wohl öfter mal so etwas zu veranstalten. Kneipe und Imbiss und so machen eigentlich erst um 22:00 Uhr zu, aber wegen dem Fest, welches um 19:00 Uhr beginnt, schließt das ganze schon um 18:00 Uhr. Natürlich muss es mir um 18:15 Uhr einfallen, dass ich Durst habe. Nach laaaanger Wartezeit stürzten wir uns dann auf den Grill und vertilgten jeder eine Scheibe Lamm mit Nudelsalat. Ließ sich nicht ganz unfallfrei essen, war aber doch erstaunlich gut. Die Musik war nicht schön, aber laut, wenn überhaupt von Musik die Rede sein kann. Synthesizererzeugte Einzeltöne, wo eine unbekannte Stimme irgendeinen Allerweltstext dazuträllert. Hauptsache ein rhythmisches "Bum-tschak", wonach man tanzen kann. Das nutzten die Anwesenden aber auch richtig aus. Alles war gut gelaunt und ich nach dem zweiten Bier auch. Jan verhielt sich antialkoholisch. (Irgendjemand muss mich ja zum Zelt zurückschleifen :-)

Partytime: Bergfest

Als ich mir um ca. 23:00 Uhr noch die Zähne putzen wollte, sah ich mit Erschrecken auf den Schildern an den Türen der Dusch- und Waschräume, dass diese von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr geschlossen sind. Zähneputzen also in den WC Räumen mit kaltem Wasser. Das fand ich aber gar nicht witzig. Nachdem ich im Schlafsack verschwand, dauerte es auch nicht mehr lange, und mit Bum-tschak war Schluss. Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein und Vogelzwitschern. Die Prophezeiung meiner Kompassabschätzung ging in Erfüllung. Von der Sonne erschlagen rissen wir die Zelte ab.

morgendlicher Besuch: Stockenten

Zum Geschirr spülen kostet es ebenfalls 20 Cent, wenn man dafür warmes Wasser verwenden möchte. Um 9:00 Uhr Frühstück mit Brötchen, Aufschnitt, Marmelade, Nuss Nougat Creme, einem Ei und Kaffee. Und Abfahrt. Diesmal sind wir nicht nach rechts auf die B 206, sondern geradeaus durch eine Wohnstraße und dann durchs Industriegebiet Wittenborn gefahren. Am Sonntag natürlich schön ruhig. In Bark weiter geradeaus durch das Naturschutzgebiet bis nach Hartenholm.

Altstorch mit 2 Jungstörchen

Von dort weiter über den Wolfsberg nach Schmalfeld und dann die gleiche Strecke, die wir kamen auch wieder zurück. In Barmstedt kehrten wir noch zum Essen ein, bevor wir wieder über den Krückauwanderweg nach Elmshorn fuhren. Fazit: Der Streckenverlauf ist ein Gedicht. Toll zu fahren mit phantastischen Ausblicken. Der Campingplatz "Weisser Brunnen" am Mözener See scheint mir doch ein wenig zu spießig und total überorganisiert, dass man als Einfachübernachter das Gefühl haben könnte, das Personal zu überfordern oder einfach überrumpelt zu werden. Das soll aber nicht heißen, dass ich den Campingplatz negativ beurteilen möchte. Wir wurden zu keiner Zeit unfreundlich oder herabwertend behandelt, jedoch entspricht er nicht ganz unseren Anforderungen vom Liegeradstammtisch.

 


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